Die unübertroffenen Drei

In der Geschichte des Pferdesports gibt es eine lange Liste von Gewinnern und außergewöhnlichen Pferden wie Seabiscuit, Bold Ruler, Native Dancer, Phar Lap, Monsun, Kelso, Citation oder Nijinski.

Dennoch stehen drei Galopper an der Spitze der erfolgreichsten Pferde aller Zeiten.

Man O'War

Die absolut herausragendste Pferdelegende ist der 1917 in Kentucky geborene Man O’War. Der unter dem Spitznamen „Red Big” geführte Hengst gewann zwanzig seiner einundzwanzig Rennen.

Man O’War stammte vom damals bekannten Belmont Gestüt und wurde als Jährling von Samuel D. Riddle gekauft, der ihn für einen damals stolzen Preis von 5.000 Dollar erwarb. Für seinen Trainer Louis Feustel bedeutete der widerspenstige Rotfuchs harte Arbeit. Doch die Arbeit lohnte sich, der hochbeinige riesige Hengst wurde unschlagbar. Er verpasste die später als Dreifach-Krone bekannt gewordenen Rennserie nur, weil Riddle ihn nicht beim Kentucky Derby laufen ließ. Beim Lawrence Realization Rennen kam man überein, ihn am Ende nicht zurückzuhalten, und er gewann mit überragenden 100 Längen. Man O’War gewann alle wichtigen amerikanischen und kanadischen Rennen und wurde inoffiziell zum Rennpferd des Jahres 1919 gekürt. In seiner zweijähren Rennkarriere setzte er drei Weltrekorde, zwei amerikanische Rekorde und drei weitere Rekorde. Er wurde bis 1943 als Deckhengst eingesetzt und kostete pro Sprung 5.000 Dollar. Er verstarb 1947 und noch heute ziert eine Bronzeskulptur sein Grab.

Secretariat

Der neunte Dreifach-Kronen Gewinner Secretariat ist das erfolgreichste Pferd aller Zeiten. Der 1970 in Virginia geborene Hengst gewann das Belmont Rennen mit 31 Längen Vorsprung und setzte mit zwei Minuten und 24 Sekunden einen einmaligen Weltrekord. Er gewann alle wichtigen Rennen, spielte über eine Million Dollar ein und wurde zum absoluten Superstar. Er gelangte auf die Titelblätter von The Times, Newsweek und Sports Illustrated in ein und derselben Woche. ESPN listet ihn auf der Liste der 100 größten Athleten aller Zeiten, er wurde zweimal Pferd des Jahres und fand Einlass in die „Hall of Fame“. Als er 1989 verstarb, wurde bei der Autopsie festgestellt, dass sein Herz 9,6 Kilogramm wog (ein normales Pferdeherz wiegt circa 3,2 Kilogramm).

Danedream

Das 2008 in Deutschland geborene englische Vollblut ist das erfolgreichste deutsche Pferd im internationalen Pferderennsport und das zweiterfolgreichste Pferd nach Secretariat im internationalen Rennsport. Die Stute spielte circa vier Millionen Euro ein und gewann alle großen Rennen in Europa und Japan, inklusive des King Georg in Ascot und das Prix de l’Arc de Triomphe in Paris, den Japan Cup, den Großen Preis von Berlin und Baden-Baden.

Die aus der Nijinski-Linie stammende Turfgöttin wurde 2012 in Deutschland mit 90 Prozent der Stimmen zum Pferd des Jahres gekürt und wurde ein zweites Mal Pferd des Jahres 2013.

Sie wurde 2012 in ihren wohlverdienten Ruhestand geschickt und produziert derzeit Nachkommen in Japan.

Als Pferdenarr sind diese Ausnahmetalente unfassbar, wenn man sie über die Bahn fliegen sieht kann man sich vorstellen wie Mythen wie Pegasus entstanden sind. Im Rennsport sind sie Legenden, die neben ihren menschlichen Counterparts um nichts zurückstehen.